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Calvados aus dem Herzen der Pays d’Auge

Seit Jahrhunderten wird im Château du Breuil, im Herzen des Pays d’Auge ein traditionsreiches Handwerk mit viel Wissen und Liebe gepflegt. Als historisches Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert wurde das Schloss über drei Generationen hinweg ganz und gar restauriert. Von grosser Wichtigkeit war den Besitzern dabei, dass das Haus seinen ursprünglichen Charakter beibehält und sich im Stil traditioneller Pays d’Auge-Bauwerken präsentiert.

Seit drei Generationen wird im Château du Breuil Branntwein destilliert. Das milde, feuchte Klima, der tonartige, an Stickstoff und Pottasche reiche Boden im Pays d’Auge erlauben das ideale Wachstum von Obstbäumen. Das Château du Breuil besitzt 42 Hektaren mit bis zu 800 verschiedenen Apfelsorten. Vor deren Pressung werden die Äpfel sorgfältig auf ihre Qualität geprüft und danach als Cidre (Apfelwein) in der Brennblase doppelt destilliert. Seinen vollen Geschmack erhält der Calvados anschliessend durch die Reifung in Eichenfässern.

Herkunftsbezeichnung AOC «Pays d'Auge»

Das Château du Breuil bringt jedes Jahr mehr als 370’000 Flaschen Calvados auf den Markt mit der Herkunftsbezeichnung AOC «Pays d’Auge». Das Herstellungsgebiet des Calvados erstreckt sich über einen Grossteil der Normandie. Die Bestimmungen der Appellation bezieht sich auf das Gebiet der Ernte, der Herstellung des Cidre und dessen Destillation sowie auf die zugelassenen Apfelsorten, die Höchsterträge, die Pressung, die Gärdauer des Cidre sowie auf das Destillationsverfahren und die Ausbauzeit des Calvados in Eichenfässern.

Das Château du Breuil ist ein Schloss aus dem XVI. und dem XVII. Jahrhundert. Die Vergangenheit des Schlosses lässt sich beim Betrachten leicht vorstellen. Am Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut, wäre es zu umfangreich, auf die verschiedenen dort gelebten Adelsfamilien einzugehen, wie die Bouquetot, die Montgomery (1611-1658), den jungen Tancrède de Rohan (1630-1658), die Bence (1696-1734).

Als historisches Bauwerk wurde das Schloss von den seit drei Generationen Branntweine destillierenden Besitzern ganz und gar restauriert. Es repräsentiert den Stil des Pays d’Auge-Bauwerks.

Die zwei Aussentürme des Château stammen aus dem 16. Jahrhundert. Der Mittelteil datiert aus dem 17. Jahrhundert. Die Fachwerkbauten wurden damals mit Eichenbalken und typischen normannischen Ziegeln errichtet.

Das Château und seine Türme, das Eingangstor (mit Spuren einer ehemaligen Zugbrücke), die ehemaligen Schlosswassergräben bringen die Vergangenheit zum Ausdruck. Währenddessen reift der Calvados langsam in dem „Orangerie“ genannten Nebengebäude (spätes 17. Jahrhunderts), indem zu einem wunderschönen Reifekeller gewordenen Gebäude. Die Dachkonstruktion ist einem umgekehrten Schiffsrumpf ähnlich. Sie wurde von Schiffszimmerleuten gebaut, die solche architektonischen Meisterstücke damals in der Gegend von Honfleur gestalteten.

Die Herstellung des Calvados

  

  1. Der Rohstoff: Die Äpfel werden sorgfältig ausgewählt, da die Qualität des Cidre und dementsprechend die Qualität des Calvados davon abhängt. Sorgfältig gewaschen und gemaischt werden dann die Äpfel gepresst, um einerseits die Treber, das Fruchtfleisch, andererseits den Maischesaft herauszuziehen.

  2. Die Gärung: Der entstandene, reine Apfelsaft gärt mindestens 6 Wochen lang, bis er einen Alkoholgehalt von 4,5% erreicht. Die Gärung erfolgt auf natürliche Weise, was Geduld und stetige Überwachung erfordert. Der entstandene Cidre muss genauen Normen entsprechen.

  3. Die Destillation: Der Cidre wird in Charentais-Destillierkolben doppelt destilliert. Nach der ersten Destillation entsteht der Rohbrand oder „brouillis“, der zwischen 28 und 32% Alkoholgehalt besitzt. Dieser Rohbrand wird ein zweites Mal destilliert. Nach der „bonne chauffe“ wird nur das Herzstück mit einem Alkoholgehalt zwischen 70 und 72% Alkoholgehalt als Grundlage für den späteren Calvados verwendet.

  4. Die Reifekunst: Der Calvados reift in Eichenholz-Fässern, mit Holz aus den Limousin- oder Troncais-Wäldern, das für seine Dichtheit und sein ausgezeichnetes Tannin bekannt ist. Ein feiner Calvados mit Bukett hängt von der subtilen Osmose zwischen Holz, Luft und Alkohol ab. Der Alkohol nimmt in Verbindung mit dem Holz viel Tannin auf, was ihm seine schöne Bernsteinfarbe verleiht und gleichzeitig mit einem gewissen Charakter ausstattet.

  5. Die Vermählung: In Zeiten von Geschwindigkeit und Automatisierung übt sich der Kellermeister in Geduld und überwacht die Entwicklung der verschiedenen Calvadossorten. Er vermählt im harmonischen Einklang junge und alte Branntweine. Aus eigener Erfahrung, dank einem ausgeprägten Geschmack und einem trainierten Geruchssinn kreiert der Kellermeister aus diesen so unterschiedlichen Bestandteilen aussergewöhnliche, zugleich kräftige und vollmundige Calvadossorten. Aufgrund der hohen Fassqualität und der besonderen Gebäude, vor allem der „Orangerie“, werden sehr alte Calvadossorten idealerweise gelagert. Ein feiner, vollkommener Calvados hängt nicht von seinem Alter ab, sondern von seiner erfolgreichen Vermählung

  6. Die Abfüllung: Die Château du Breuil Flasche ist eine originelle und geschützte Flaschenform. Sie wird von Hand mit Wachs und Bund gesiegelt, wie es schon der Gründer der Brennerei, Monsieur Philippe Bizouard gemacht hat.

Quelle und weitere Informationen: chateau-breuil.com